Generationen. Sie machen Zukunft.

Jung, erfolgreich, unkonventionell: Aya Jaff, Sam Eckert und Sara Lisa Vogl beweisen, dass es auch in Deutschland Nachwuchstalente gibt, die einiges an Innovationspotenzial zu bieten haben. Wir stellen die drei digitalen Pioniere und ihre Leistungen vor.

Aya Jaff

Die heute 23-jährige „Ms. Code“ macht ihrem Spitznamen alle Ehre: Im Alter von 15 Jahren brachte sich Aya das Programmieren selbst bei. Sie wollte die Stundenpläne ihrer Schule in einer App digitalisieren, um bei ausfallenden Stunden morgens länger schlafen zu können. Aya gründete einen erfolgreichen Programmierklub, bei dem Jugendliche gegenseitig voneinander lernten, und beschloss schließlich, mit einem Informatikstudium ihr Interesse auch beruflich weiterzuverfolgen. Währenddessen wuchs ihr Interesse an Finanzthemen und der Börse: Zusammen mit einer Gruppe von Freund*innen programmierte die gebürtige Irakerin das Börsenplanspiel „Tradigy“, das Studierenden das Finanzwesen spielerisch näherbringt. Durch mehrere Stipendien konnte Aya ihr Wissen außerdem bei unterschiedlichen Stationen im Silicon Valley ausbauen.

Heute hat sie ihr eigenes Unternehmen gegründet: die CoDesign Factory. Hier bringt die Coderin Organisationen und junge Gründer*innen sowie erfolgreiche Influencer*innen zusammen, um neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Das Ziel: ein junges Publikum erreichen und für sich gewinnen. So veranstaltete sie zum Beispiel einen „Hackathon“ für Adidas. Auch mit der Tageszeitung „Die Welt“ arbeitete sie bereits zusammen. Heute studiert Aya außerdem Wirtschafts- und Chinawissenschaften und teilt ihre Erfahrungen als Sprecherin auf Messen und Veranstaltungen.

Sam Eckert

Der Stuttgarter ist gerade mal 18 Jahre alt und hat trotzdem schon seine erste App entwickelt sowie ein eigenes Unternehmen gegründet. Sam wollte Gleichaltrigen mit seiner App Bittracker helfen, Kryptowährungen besser zu verstehen. Die App wurde ein echter Erfolg, weil sich Kryptowährungen leicht verfolgen und spielerisch mit greifbareren Größen wie dem Wert eines Lamborghinis vergleichen lassen. Schon früh begeisterte sich Sam für Technologie und das Programmieren. Mit 14 kaufte er sich von seinem erarbeiteten Taschengeld sein erstes Macbook und brachte sich das Programmieren selbst bei.

Sein Engagement zahlte sich schon mehrfach aus: Bereits mit 15 erhielt Sam sein erstes Stipendium von Apple und reiste ins Silicon Valley. Mit 17 Jahren war er erneut dort, wieder durch ein Stipendium des Tech-Giganten. Seinen 18. Geburtstag verbrachte der Interaction-Design-Student im kalifornischen Innovations-Hub, diesmal jedoch durch eine Einladung zu Facebooks F8-Konferenz, wo er wertvolle Erfahrung sammelte und Kontakte knüpfte. So lernte er seinen heutigen Geschäftspartner Paul Reichardt kennen, mit dem er Ende 2018 die Agentur agenZy gründete. Das Angebot: Apps, Webseiten und digitale Produkte für Unternehmen, die eine junge Zielgruppe ansprechen wollen. Obwohl die Agentur sich noch in der Gründungsphase befindet, haben die beiden bereits zwei Projekte für Kund*innen abgeschlossen, von denen eine*r aus der Automobilbranche stammt. Weitere Aufträge sind in Planung.

Sara Lisa Vogl

Die „VR-Schamanin“ (VR steht für Virtual Reality) schafft eine Verbindung von der realen zur virtuellen Welt. Sara entwickelt, organisiert und begleitet Virtual-Reality-Langzeittrips, die bis zu 48 Stunden andauern können. Damit ermöglicht sie es Menschen, vollständig in verschiedene Welten abzutauchen. Die 27-Jährige entwickelt auch selbst Spiele wie „Lucid Trips“ und sogenannte Virtual-Reality-Erlebnisse. Bevor sie vergangenes Jahr für ihr Humanoide-Robotics-Studium nach Berlin zog, studierte Sara Communication Arts und Interactive Media in Hamburg. In Berlin und Amsterdam gründete sie das Projekt „XR Base“ mit, das unter anderem Unternehmen zur Weiterentwicklung und Anwendungsmöglichkeit der Technologie berät. Außerdem organisiert Sara Workshops und Vorträge, um Interessierten Virtual Reality näherzubringen. Die Vorteile der Technologie sieht Sara vor allem im schulischen und gesundheitlichen Bereich. So könnte VR beispielsweise dabei helfen, Kinder besser aufzuklären und ihnen die menschliche Anatomie zu erklären. Mit ihrer langjährigen Erfahrung hat sich die 27-Jährige bereits als Expertin in der Branche etabliert. So veranstaltete sie im Berliner Zoo-Palast eine Meditation per VR-Brille: Die Besucher*innen konnten die Technologie kennenlernen und in eine dreidimensionale Welt, gestaltet aus Musik und Kunstinszenierungen, abtauchen. Außerdem unterrichtet Sara Virtual Reality als Gastdozentin an ihrer ehemaligen Universität, der Design Factory in Hamburg.